die Bergwanderung von Klosters nach Langwies 2015

Am Sonntag 23. August traf ich Hanspeter Müller um 9.30 Uhr in Klosters zu einer von ihm organisierten Wanderung. Weil viele andere Wanderfreunde des BGV, die sonst jeweils mitkamen, dieses Mal verhindert waren, fuhren wir zu zweit auf den Gotschnagrat hinauf (2281m) und gingen bei herrlichem Sonnenschein los. Als wir nach einer halben Stunde bei der Alp Parsenn ankamen, waren schon die ersten Wolken aufgezogen. Der Wetterbericht hatte gemeldet, dass der Föhn bis in den Nachmittag hinein halten sollte.


Beim Bergrestaurant Parsenn (2200m) verliessen wir den Panoramaweg und stiegen auf einer Kiesstrasse hinauf zum Sattel des Weissfluhjochs (2630m). Das war der anstrengendste Teil der Wanderung. Nach einer Stunde kamen wir um die Mittagszeit oben an. Wir machten kurz Halt und nahmen einen Imbiss. Der Himmel war unterdessen schon bedeckt, doch dann begann es sogar zu regnen. Wir zogen unsere Windjacken an und brachen schnell auf hinunter Richtung Strelapass.


Zuerst machte ich mir Sorgen, ob es wieder aufhören würde zu regnen. Ich wollte nicht bis auf die Haut nass werden und so stundenlang wandern. Hanspeter schaute die Wolken an und meinte, wir seien gerade unter einer Regenwolke, doch danach werde es besser. Er hatte recht! Nach 20 Minuten hörte der Regen auf und wir erreichten nach weiteren 20 Minuten den Strelapass (2350m). Dort kam auch wieder die Sonne zum Vorschein.


Nach einer Kaffeepause in der Strelahütte wanderten wir das „Haupter-Tälli“ hinunter und näherten uns den hohen Felsen der „Chüpfenflue“. Dort konnten wir von blossem Auge einige Hirschkühe und danach auch einen mächtigen Steinbock auf dem Grat sehen, das war wunderschön! Wir kamen ins Dorf  „Sapün-Dörfli“, eine bekannte Walsersiedlung, welche vor hundert Jahren noch 150 Bewohner zählte, heute aber vorwiegend aus Ferienhäusern besteht. Nur noch die Betreiber des Berggasthauses Heimeli (www.heimeli.ch) leben das ganze Jahr über dort.  So hat sich das Tal wirtschaftlich stark verändert.

Nachdem wir im Heimeli kurz eingekehrt waren, liefen wir das Tal hinunter zum Bahnhof Langwies. Um 16.04 bestiegen wir den Zug und fuhren die kurvenreiche Bahnstrecke durchs Schanfigg hinunter nach Chur. Dort kamen wir müde, aber auch zufrieden an. Wir hatten einen wunderbaren Wandertag erlebt, teilweise mit Sonnenschein, aber teilweise auch mit kühlem Wind und Regen. Diesen Tag werde ich wohl nie vergessen.


Elm, 25. August 2015 / Ruedi Hofer