Die Wanderung Ofenpass - Scharl

Am Wochenende 5./6. September hatte Hanspeter Müller die Mitglieder und Freunde des BGV zu zwei Wanderungen eingeladen. Weil das Wetter am Samstag nass war, entschied ich mich, erst am Samstagabend anzureisen und am Sonntag mit zu wandern. Wir übernachteten im Hotel Villa Silvana in Vulpera bei Scuol. Am Sonntagmorgen war es noch bedeckt und ziemlich kalt, nur etwa 7 Grad. Um halb neun Uhr bestiegen wir den Zug. Es folgte eine Bahnfahrt durch das schöne Unterengadin und danach ab Zernez eine Postautofahrt durch den schönen Nationalpark bis auf den Ofenpass (2149m). Dort stiegen wir aus und sahen dann einige Jäger um ein Auto herumstehen, sie schauten einen frisch erlegten Hirsch an. Die Bündner Jagdzeit hatte gerade begonnen.

 Um 10.00 Uhr liefen wir zügig los. Zuerst führte uns der Weg durch den Bergwald; danach ging es bergauf und schon um 11.15 Uhr passierten wir den höchsten Punkt bei der „Funtana da S-charl“ (2393m). Danach folgte ein kurzer Abstieg zur Alp Astras (2135m). Dort machten wir eine Mittagspause, es war immer noch recht kalt. Doch den Kühen schien das nichts auszumachen, denn sie weideten zufrieden auf dieser Höhe, sogar noch weiter oben. Um halb eins machten wir uns auf den letzten Wegabschnitt, zuerst auf der Alpstrasse dem Bergfluss „Clemgia“ entlang.


Unterdessen schien ab und zu die Sonne zwischen den Wolken hindurch. Wir passierten einen schönen Lärchen-Arven-Wald und sahen auf der anderen Talseite den höchstgelegenen zusammenhängenden Arvenwald „God da Tamangur“, ein Naturwaldreservat.


Irgendwann wechselten wir von der Fahrstrasse auf einen schmalen, schönen Waldweg. Um 14.00 Uhr kamen wir im ehemaligen Bergbaudorf S-charl (1810m) an und gönnten uns in einem Berggasthaus einen Kaffee mit feinem Kastanienkuchen. Zufrieden bestiegen wir um 14.45 Uhr das Postauto und fuhren nach Scuol zurück.


Elm, 10. September 2015 – Ruedi Hofer