Ein Bericht von der Wein-Degustation in Reichenau


Ein Bericht von der Wein-Degustation vom Samstag, 10. Oktober 2015, in Reichenau  Es war herrliches und warmes Herbstwetter, da standen wir, zehn Personen, vor dem mächtigen Bauerhofhaus, gleich neben dem Schloss von Reichenau. Das Schloss liegt dort, wo Vorder- und Hinterrhein zusammenfliessen. Das Schloss wurde im 17. Jahrhundert erbaut. Wir warteten auf den Führer, Herr Johann-Baptista von Tscharner. Er ist der Sohn vom sehr bekannten Winzer Gian-Baptista von Tscharner. Er begrüsste uns und machte für uns eine Führung. Auch mit dabei waren zwei Dolmetscher. Zuerst besuchten wir eine Halle, wo die Trauben zerdrückt werden. Dort werden der Saft, die Kerne und die Traubenhaut voneinander getrennt. Die Trauben stammen von den Rebbergen in Felsberg, Chur, Jenins und Maienfeld. Ihre Stärke sind dunkle Rotweine und sie sind auf „Blauburgunder“ spezialisiert. Wir marschierten immer tiefer den schmalen Kellergang hinunter bis zum grossen Weinfasskeller. Gian-Baptista von Tscharner erzählte vieles. Zum Beispiel erfuhren wir, wie man einen Blauburgunder Wein macht. Wir gingen weiter zu einem kleinen üppigen Gewölbekeller. Dort durften wir verschiedene Weine degustieren. Dabei nutzten wir die Gelegenheit und fragten Gian-Baptista von Tscharnen ganz viele Sachen. Er gab uns gute und klare Erklärungen. Das Motto war: Jeder hat einen eigenen Wein-Geschmack und hat bestimmte Weine gern. Am Schluss kehrten wir zurück zur grossen Empfangshalle, wo überall Bilder von den berühmten Personlichkeiten aus den frühren Jahrhunderten an den Wänden aufhängt waren. Die Führung war schön gewesen. Ein besonderer Dank geht an unseren Führer, der sich viel mehr Zeit genommen hat, als geplant war! Anschliessend fuhren wir weiter zum nächsten Dorf Rhäzüns, wo wir das einheimische Lokal „Cafe Clavau“ besuchten und wir feine und schön dekorierte Wildspezialitäten geniessen konnten. Der Name „Clavau“ bedeutet „Stall“. Wir hatten eine gute Stimmung und blieben lange sitzen, bis einige Personen sich auf den Heimweg machen mussten. Wir bedankten uns herzlich bei Regula Marfurt; sie hat diesen Weindegustationstag organisiert.